Kinderzahnarzt in DarmstadtZahnarzt? Können wir morgen wieder hin?
Beim ersten Termin wird bei uns nicht behandelt. Es wird geschaut, gezählt, Stuhl gefahren und alles angefasst, was später in den Mund soll. Zahnärztin Saskia Bondick nimmt Kinder ab dem ersten Milchzahn – in Ruhe, auf Augenhöhe und ohne Überraschungen.
Mo–Do 8–18 Uhr · Fr 8–17 Uhr · Dieburger Straße 10, Darmstadt
Wie alt ist Ihr Kind? Das gehört jetzt dran.
Vier Altersstufen, vier Antworten. Für jede gibt es ein eigenes Vorsorgeprogramm.
Ab dem ersten Zahn
Früherkennung FU 1 bis FU 3 zwischen dem 6. und 33. Lebensmonat. Wir schauen, beraten zu Nuckelflasche, Zahnpasta und Fluorid – und lackieren zweimal im Jahr.
Zähne zählen üben
Zweimal im Jahr Kontrolle (FU PA). Jetzt lernt Ihr Kind den Stuhl, den Spiegel und die Zahndusche kennen, solange noch nichts zu tun ist.
Wackelzahn-Zeit
Individualprophylaxe IP 1 bis IP 5, Putzschule mit Färbetabletten und die Versiegelung der ersten bleibenden Backenzähne.
Bleibendes Gebiss
Halbjährliche Prophylaxe, Versiegelung der Zwölfjahrmolaren, Reinigung rund um die Zahnspange – und der Blick auf die Weisheitszähne.




Die Kennenlernstunde: fünf Schritte, bei denen nichts wehtut.
Der erste Termin ist kein Behandlungstermin. Er dauert etwa eine halbe Stunde und endet garantiert mit etwas Gutem. Wer den Zahnarzt kennenlernt, solange nichts weh tut, hat später keinen Grund, sich zu fürchten.
Ankommen
Spielecke im Wartebereich, Bücher, Holzklötze. Ihr Kind darf sich Zeit nehmen. Niemand ruft zu früh auf.

Kennenlernen
Wir gehen in die Hocke, nicht Ihr Kind in die Höhe. Kurzer Schnack: Kindergarten, Schule, Lieblingstier. Erst dann geht es um Zähne.
Stuhl fahren
Der Stuhl ist das erste Spielzeug: hoch, runter, Lampe an. Bei den Kleinen bleiben wir in der Knie-zu-Knie-Position auf Mamas oder Papas Schoß.

Zähne zählen
Spiegel und Pustepistole erst am Handrücken ausprobieren, dann im Mund. Wir zählen laut mit. Mehr passiert beim ersten Mal nicht.
Zertifikat abholen
Zum Schluss gibt es das Zertifikat – unabhängig davon, wie viel geklappt hat. Mut wird belohnt, nicht Perfektion.

„Wir tun nichts, was wir vorher nicht angekündigt haben.“
Das ist der einzige Satz, auf den es ankommt. Ein Kind, das einmal überrumpelt wurde, glaubt beim nächsten Mal kein Wort mehr. Deshalb kündigen wir jeden Schritt an – und hören auf, wenn wir sagen, dass wir aufhören.
Erst erzählen, dann zeigen, dann machen.
Tell – Show – Do ist die Methode, mit der Kinderzahnheilkunde weltweit arbeitet. Kein Instrument kommt an den Zahn, bevor Ihr Kind es gesehen und angefasst hat. Und kein Wort fällt, das Angst macht.
Erzählen
Wir erklären in einem Satz, was gleich passiert – in Worten, die ein Fünfjähriger kennt. Keine Fachbegriffe, keine Verniedlichung, keine Drohung.
Zeigen
Jedes Gerät wird zuerst am Handrücken, am Fingernagel oder am Zahnmodell vorgeführt. Ihr Kind darf es halten, hören und anschalten.
Machen
Erst danach im Mund, und nur so lange, wie vorher vereinbart. Wir zählen bis zehn – und bei zehn ist Schluss, auch wenn wir noch nicht fertig sind.
Unser Wörterbuch für Kinderohren
Tippen Sie auf eine Karte. Links steht, was Erwachsene sagen. Dahinter, was Ihr Kind bei uns hört.
- „Die Zahnärztin zählt heute deine Zähne.“
- „Ich bin die ganze Zeit im Raum.“
- „Du darfst alles fragen, was du wissen willst.“
- „Danach bekommst du dein Zertifikat.“
- „Du brauchst keine Angst zu haben.“ Das Wort Angst kommt damit überhaupt erst ins Spiel.
- „Es tut auch gar nicht weh.“ Auch hier hört das Kind nur: weh.
- „Wenn du nicht putzt, musst du zum Bohrer.“ Macht die Praxis zur Strafe.
- „Ich fand's früher auch schlimm.“ Kinder übernehmen die Angst der Eltern erstaunlich zuverlässig.
Der Fahrplan: welcher Zahn wann kommt und wann er geht.
20 Milchzähne, danach 32 bleibende. Die Reihenfolge ist bei fast allen Kindern gleich, der Zeitpunkt schwankt. Hier sehen Sie beide Fahrpläne auf einen Blick – zum Nachschlagen, wenn zu Hause wieder ein Zahn wackelt.
Die Milchzähne kommen
Durchbruch in LebensmonatenMit etwa zweieinhalb bis drei Jahren ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen vollständig.
Die bleibenden kommen
Durchbruch in LebensjahrenDurchschnittswerte. Ein halbes Jahr früher oder später ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.
Der Sechsjahrmolar ist kein Milchzahn – auch wenn alle das denken.
Mit sechs bis sieben Jahren bricht ganz hinten ein neuer Backenzahn durch, ohne dass dafür ein Milchzahn ausfällt. Weil kein Wackelzahn vorausgeht, halten ihn viele Eltern für einen Milchzahn, der ja sowieso wieder geht. Er bleibt aber ein Leben lang. Gerade frisch durchgebrochen ist sein Schmelz noch weich und seine Kaufläche tief gefurcht – das macht ihn zum kariesgefährdetsten Zahn im ganzen Gebiss. Deshalb versiegeln wir ihn, sobald er ganz durchgebrochen ist.
Der Fahrplan: was wann untersucht wird.
Für Kinder und Jugendliche gibt es ein festes Vorsorgeprogramm – von der ersten Früherkennung im Babyalter bis zur Versiegelung mit 17. Hier steht, was in welchem Alter dran ist und wie oft.
| Alter | Was gemacht wird | Wie oft |
|---|---|---|
| 6.–9. Monat | FU 1 – erste Früherkennung: Zähne und Mundraum anschauen, Beratung zu Nuckelflasche, Zahnpasta und Fluorid | einmalig |
| 10.–20. Monat | FU 2 – Kontrolle, Kariesrisiko einschätzen, Putzberatung | einmalig |
| 21.–33. Monat | FU 3 – Kontrolle, Ernährungs- und Putzberatung | einmalig |
| ab dem 1. Zahn | Fluoridlack – Schutzlack auf die Zahnoberfläche, härtet den weichen Milchzahnschmelz | 2 × im Jahr |
| 3.–6. Jahr | FU PA – halbjährliche Untersuchung im Kindergartenalter, mit Fluoridlack | 2 × im Jahr |
| 6.–18. Jahr | IP 1, IP 2, IP 4 – Individualprophylaxe: Mundhygienestatus mit Färbetabletten, Putzschule, Ernährungsberatung, Fluoridierung | 2 × im Jahr |
| 6.–18. Jahr | IP 5 – Fissurenversiegelung der bleibenden Backenzähne (Sechser und Siebener): die tiefen Rillen der Kaufläche werden mit Kunststoff verschlossen, ohne Bohren | je Zahn einmal |
| 8.–10. Jahr | Blick auf die Zahnstellung – während des Zahnwechsels schauen wir mit, ob eine kieferorthopädische Vorstellung sinnvoll ist | bei jeder Kontrolle |
Stand September 2026. Welche Untersuchung als Nächstes ansteht, sagen wir Ihnen am Ende jedes Termins und tragen den nächsten gleich ein. Wenn Sie einen Termin verpassen, erinnern wir Sie.
Ein Loch im Milchzahn? Das behandeln wir.
„Der fällt doch sowieso aus“ ist der häufigste Irrtum in der Kinderzahnheilkunde – und der teuerste. Was bei Karies, bei einem Unfall und bei einem Kind zu tun ist, das partout nicht mitmacht.

Warum Milchzähne behandelt werden
Milchzähne halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Geht einer zu früh verloren, kippen die Nachbarzähne in die Lücke – und der bleibende Zahn findet keinen Platz mehr. Viele Zahnspangen später gehen auf genau diesen Moment zurück.
Dazu kommt: Der Schmelz eines Milchzahns ist nur halb so dick wie der eines bleibenden Zahns. Karies erreicht den Nerv also doppelt so schnell. Und direkt unter der Wurzel liegt der Keim des bleibenden Zahns, der dort gerade gebildet wird. Eine unbehandelte Entzündung kann ihn schädigen, bevor er überhaupt durchgebrochen ist.
Zahn ausgeschlagen? Die ersten 30 Minuten zählen.
Sturz vom Roller, Ball ins Gesicht, Sprung ins flache Becken: Ein ausgeschlagener bleibender Zahn lässt sich oft wieder einsetzen – wenn er richtig transportiert wird und Sie schnell da sind.
- 1Ruhe bewahren, Blutung stillenSauberes Taschentuch auf die Wunde, Ihr Kind draufbeißen lassen. Wange kühlen.
- 2Zahn nur an der Krone anfassenNiemals an der Wurzel berühren, nicht abwischen, nicht abschrubben, nicht desinfizieren. Die feinen Zellen auf der Wurzel entscheiden darüber, ob der Zahn anwächst.
- 3Feucht lagernAm besten in eine Zahnrettungsbox, die es in jeder Apotheke gibt. Ersatzweise kalte H-Milch, notfalls Speichel oder Kochsalzlösung. Niemals in Wasser und niemals trocken.
- 4Sofort anrufen06151 79983. Wir schieben Sie dazwischen. Außerhalb unserer Sprechzeiten: zahnärztlicher Notdienst oder Uniklinik.
Ausnahme Milchzahn: Ein ausgeschlagener Milchzahn wird nicht wieder eingesetzt – er könnte den darunterliegenden bleibenden Zahnkeim schädigen. Bringen Sie Ihr Kind trotzdem zur Kontrolle, damit wir Kiefer und Nachbarzähne prüfen.
Jetzt anrufen: 06151 79983Und wenn mein Kind gar nicht mitmacht?
Dann machen wir an diesem Tag nichts weiter. Ein erzwungener Termin macht fünf gute Termine danach kaputt. Wir laden Ihr Kind stattdessen noch einmal zum Üben ein – kurze Termine, immer dieselbe Reihenfolge, immer ein Erfolgserlebnis am Ende. Bei den meisten Kindern reichen zwei bis drei solcher Besuche.
Wenn es wirklich nicht geht.
Bei sehr kleinen Kindern, bei ausgeprägter Angst oder wenn viel zu tun ist, behandeln wir gemeinsam mit einem Anästhesisten in Vollnarkose. Ihr Kind schläft, alles wird in einer Sitzung erledigt, und die Praxis bleibt kein Angstort. Das ist der letzte Schritt, nicht der erste. Mehr zur Behandlung unter Vollnarkose →

Saskia Bondick
Zahnärztin · behandelt bei uns die Kinder
„Vertrauen entsteht durch Zuhören – deshalb nehme ich mir Zeit, bevor ich behandle.“
Kinder zu behandeln ist für Frau Bondick kein Nebenbei, sondern der Teil ihrer Arbeit, den sie am liebsten macht. Sie erklärt jeden Schritt, bevor sie ihn geht, und sie nimmt sich die Zeit, die ein Kind an diesem Tag eben braucht – auch wenn das heißt, dass der Termin mit einer gezählten Zahnreihe und einem Zertifikat endet.
- seit 2025Angestellte Zahnärztin in der Zahnarztpraxis Mensch im Mittelpunkt, Darmstadt
- 2025Dentalklinik Margareten, Wien
- 2024Gewinnerin des studentischen Wettbewerbs der ästhetischen Zahnmedizin, Goethe-Universität Frankfurt
- seit 2023Promotion in der Humanmedizin, Goethe-Universität Frankfurt
- 2018–2024Studium der Zahnmedizin, Goethe-Universität Frankfurt
Häufige Fragen von Eltern.
Ab wann sollte mein Kind zum Zahnarzt?
Ab dem ersten Milchzahn, spätestens im sechsten bis neunten Lebensmonat. Zwischen dem 6. und dem 33. Lebensmonat sind drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen, FU 1 bis FU 3. Dabei geht es weniger um Behandlung als um Beratung: Nuckelflasche, Zahnpasta, Fluorid, Schnuller. Und darum, dass Ihr Kind den Raum, die Geräusche und uns kennenlernt, solange nichts wehtut.
Mein Kind hat Angst vor dem Zahnarzt. Was machen Sie anders?
Der erste Termin ist eine Kennenlernstunde ohne Behandlung. Wir arbeiten nach Tell-Show-Do: erst erklären, dann am Finger oder am Modell zeigen, dann erst im Mund anwenden. Kein Instrument kommt an den Zahn, bevor Ihr Kind es gesehen und angefasst hat. Wir sagen vorher, was passiert, und wir halten uns daran. Wenn ein Kind an einem Tag nicht mehr kann, hören wir auf und machen einen neuen Termin.
Soll ich als Mutter oder Vater mit ins Behandlungszimmer?
Bei kleinen Kindern ja, sehr gerne. Bis etwa drei Jahre untersuchen wir in der Knie-zu-Knie-Position, das Kind liegt dabei auf Ihrem Schoß. Ab dem Kindergartenalter dürfen Sie dabeibleiben, sitzen aber am besten etwas abseits, damit Ihr Kind mit uns spricht und nicht über Sie. Manche Kinder machen ohne Publikum erstaunlich gut mit – das besprechen wir vorher mit Ihnen.
Müssen Milchzähne überhaupt behandelt werden? Die fallen doch aus.
Ja. Milchzähne halten den Platz für die bleibenden Zähne frei, sie werden zum Kauen und zum Sprechenlernen gebraucht. Karies am Milchzahn wandert außerdem schnell, weil der Schmelz dünner ist, und kann den bleibenden Zahn schädigen, der darunter schon fertig gebildet wird. Ein zu früh verlorener Milchzahn führt oft zu Engstand und später zur Zahnspange.
Was ist eine Fissurenversiegelung?
Die Kauflächen der Backenzähne haben feine Rillen, die so eng sind, dass keine Zahnbürstenborste hineinkommt. Bei der Versiegelung werden diese Rillen mit einem dünnflüssigen Kunststoff verschlossen. Das dauert wenige Minuten, es wird nicht gebohrt und es tut nicht weh. Für die bleibenden Backenzähne, also die Sechser und Siebener, ist sie zwischen dem 6. und dem 18. Lebensjahr vorgesehen.
Meinem Kind wurde ein Zahn ausgeschlagen. Was soll ich tun?
Den Zahn nur an der Krone anfassen, nie an der Wurzel, und nicht abwischen oder desinfizieren. Am besten in eine Zahnrettungsbox legen, ersatzweise in kalte H-Milch, notfalls in Speichel. Dann sofort anrufen: 06151 79983. Innerhalb der ersten 30 bis 60 Minuten sind die Chancen am besten, den Zahn zu erhalten. Wichtig: Ein ausgeschlagener Milchzahn wird nicht wieder eingesetzt, weil er den Keim des bleibenden Zahns schädigen könnte – kommen Sie aber trotzdem zur Kontrolle.
Wann kommt der erste bleibende Zahn?
Meist mit sechs bis sieben Jahren, und zwar ganz hinten: der Sechsjahrmolar bricht hinter dem letzten Milchbackenzahn durch, ohne dass dafür ein Milchzahn ausfällt. Genau deshalb wird er häufig übersehen und für einen Milchzahn gehalten. Er ist aber ein bleibender Zahn, der ein Leben lang halten soll – und einer der ersten Kandidaten für eine Versiegelung.
Wie oft sollte mein Kind zur Kontrolle?
Von 3 bis 6 Jahren sind zwei Untersuchungen im Jahr vorgesehen, von 6 bis 18 Jahren zusätzlich die halbjährliche Individualprophylaxe. Zwei Termine im Jahr sind also der Normalfall. Bei hohem Kariesrisiko, laufender Zahnspangenbehandlung oder nach einer Behandlung sehen wir Ihr Kind auch häufiger.
Behandeln Sie Kinder auch in Narkose?
Wenn eine Behandlung im Wachzustand nicht sinnvoll möglich ist – bei sehr kleinen Kindern, bei ausgeprägter Angst oder bei umfangreichem Behandlungsbedarf – arbeiten wir mit einem Anästhesisten zusammen und behandeln in Vollnarkose. Das ist immer der letzte Schritt, nicht der erste. Wir versuchen vorher alles, damit Ihr Kind es im Wachzustand schafft.
Wann sollte mein Kind zur Zahnspange?
Der günstigste Zeitpunkt für die erste kieferorthopädische Einschätzung liegt zwischen 8 und 10 Jahren, während des Zahnwechsels. Manche Fehlstellungen, etwa ein Kreuzbiss oder ein ausgeprägter Platzmangel, werden früher angegangen. Wir schauen bei jeder Kontrolle mit darauf und sagen Ihnen rechtzeitig, wenn eine Vorstellung sinnvoll ist.
Einmal kennenlernen, ganz ohne Behandlung.
Rufen Sie an und sagen Sie uns, wie alt Ihr Kind ist und ob es schon einmal beim Zahnarzt war. Wenn es beim letzten Mal schlecht gelaufen ist, sagen Sie uns auch das – dann planen wir mehr Zeit ein und fangen ganz von vorne an.
Öffnungszeiten & Kontakt
Termine nach Vereinbarung
Parken: REWE-Parkhaus, Spilwesweg 1 – zwei Gehminuten entfernt.